haus am fels

e4 | Bachelor Design Studio 04
Bachelor Thesis Part 01
Institute for Design and Architectural Typologies TU
 Graz
Winter Term 2014/2015  

Typology: Transformation
Program: Mixed use atelier & exhibition space
Usable Space: 750 m² 
Location: Arnfels | Austria 

→ G E R M A N 

This project is not translated into English, as the studio focused as well on the textual communication of architecture and was written originally in German. For a short description of the project in English please check my print portfolio on issuu.

D E S C R I P T I O N

»Ländliches Leben« — ein Begriff mit dem man heute kaum mehr jemanden locken kann. Unsere Zivilgesellschaft befindet sich in einem Wandel, der sich inzwischen stark bemerkbar macht: Immer mehr, besonders junge Menschen, ziehen vom Land in die Stadt. Viele Gemeinden bieten kaum Arbeitsplätze und kämpfen mit Leerstand. Der demographische Wandel tut sein Übriges. Die Politik hat inzwischen Handlungsbedarf erkannt und reagiert, wie zum Beispiel in der Steiermark, mit der »Landtagsenquete Baukultur 2o14« in der die Stärkung von [Orts] Zentren als wesentliches Anliegen formuliert wurde. 

Genau dieser Kontext findet sich in Arnfels wieder: Der kleine Ort, nahe der Slowenischen Grenze, steht zunehmend leer — mitten im Ort. Der Problematik der Abwanderung und des zunehmenden Leerstand soll mit einem Konzept entgegengewirkt werden, das nicht nur auf Probleme reagiert, sondern den Ort aus sich heraus stärkt und so zu neuen Impulsen führt. Im Entwurf wird deswegen nicht nur Kunst und Galerie - die mit dem Schaffen Gerald Brettschuhs’ einhergehen — thematisiert, sondern auch der Umgang mit Qualitäten des  ländlichen Raums, wie die Integration der Bevölkerung in ein Gesamtkonzept für den Ort.

A D D   O N

Zur issuu publikation der gesamten Lehrveranstaltung hier entlang.

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K U N S T   K U L T U R

Die zu integrierende Galerie und die damit verbundene bauliche Neuinterpretation des Bestandes, bilden den wichtigsten Eingriff in das Gebäude ab. Durch den hinzukommenden Baukörper, welcher aus dem Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhaus — der neuen Lobby in Haus 15 — herauswächst und sich im Obergeschoss zum Haus 14 entfaltet, werden die Beiden im Momenten zusammenhangslos nebeneinander stehenden Gebäude miteinander verbunden — sowohl über die bauliche Gestik als auch funktional.

S L O W   T O U R I S M

Um das »Haus am Fels« auch von außen zu beleben, sollen im ehemaligen Heustadel, der dank eines gut erhaltenen Holzdachstuhls und der Nähe zum Fels eine außergewöhnliche Lichtstimmung, wie Raumkonzeption bietet, kleine einfache Zimmer für Gäste entstehen. Die Zimmer bieten Raum, um den Felsen und die Stille des Ortes zu erleben.

S O Z I A L   R E G I O N A L

Nachhaltig wird sich das HausAmFels allerdings nur dann beleben lassen, wenn man auch die Bevölkerung einlädt sich zu beteiligen. Die Nähe zur Asylunterkunft, die direkt gegenüber liegt und 50 Asylwerbern ein Zuhause gibt, die Klapothek oder auch regionale Projekte wie beispielsweise »Topfreisen« oder »KAMA« bieten sich hier als Ansatzpunkt an und werden im Entwurf näher untersucht.

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Über die Kombination der im vorangehenden Text beschriebenen drei Teilaspekten soll ein Gesamtpaket entstehen, welches nicht nur baulichen Mehrwert schafft, sondern auch die soziale Problematik der räumlichen Zersplitterung und des demographischen Wandels am Land ernst nimmt und darauf reagiert. Denn nur über die Integration möglichst vieler Beteiligter lässt sich wirklich ein Wandel bewirken.

Das Ergebnis des Entwurfsprozesses ist stark beeinflusst von der Auseinandersetzung mit dem Künstler Gerald Brettschuh und der Konzentration auf den regionalen Zusammenhang der Südoststeiermark. Der bauliche Entwurf ist zurückhaltend — im Vordergrund steht das Nutzungskonzept, welches das Potential besitzt einen Wandel anzustoßen und die Kunst Gerald Brettschuhs.

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